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Über
diese Veranstaltung
Im
Rahmen des EU-geförderten Projektes
SWIFT-WFD (Screening methods for water data information in support
of the implementation of the Water Framework Directive) werden neue
Monitoring-Methoden zur Gewässerüberwachung entwickelt
und getestet.
Der
Begriff "neue Instrumente und Methoden" umfasst in diesem
Zusammenhang auch solche, die in der wissenschaftlichen Gemeinschaft
bereits bekannt sind, in der Praxis bisher aber nur vereinzelt angewendet
werden bzw. aktuell entscheidend weiterentwickelt und verbessert
worden sind.
Ecologic
- Institut für Internationale und Europäische Umweltpolitik
- bearbeitet im Rahmen des Projekts die Fallstudie für Deutschland.
Darin wird die Bedeutung der neuen Monitoring-Methoden (z.B. "passive
Sammler", "Sensoren") bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie
(WRRL) anhand des Flusseinzugsgebiet der Aller analysiert und die
Methoden auf ihre Funktionalität vor Ort getestet (z.B. zur
Überwachung von Schwermetallen, Nährstoffen und Pestiziden).
Auf
diesem Workshop wurden die neuen von SWIFT weiterentwickelten und
getesteten Monitoring-Methoden demonstriert und deren Bedeutung
und Einsetzbarkeit im Rahmen der Umsetzung der WRRL diskutiert.
Dabei richtete sich der Workshop vor allem an Monitoring-Experten
aus den verschiedenen Ebenen der Wasserverwaltung und weiteren Experten
mit Interesse an Kostensenkungspotenzialen der Gewässerüberwachung
(Labore, Trinkwasserversorger, Industrieunternehmen).
Demonstration
neuer Monitoring-Methoden
Im
Rahmen der Fallstudie an der Aller wurden neue und weiterentwickelte
Monitoring-Methoden getestet, die auf Grundlage der Wasserbeschaffenheit
an der Aller ausgewählt wurden. Im Rahmen des Workshops fand
eine Demonstration dieser Methoden beim Einsatz vor Ort statt. Folgende
Methoden wurden demonstriert:
Passive
Samplers (passive Sammler)
Passive
Sammler imitieren die Bioakkumulation lebender Organismen. Sie sind
über einen kurzen (weniger als einen Tag) oder längeren
Zeitraum (mehrere Wochen) für die Gewässerüberwachung
einsetzbar. Sie erzeugen ein zeitgewichtetes Mittel der Konzentration
von organischen und metallischen Schadstoffen. Solche Instrumente
sind in der Regel einfach zu bedienen und nahezu wartungsfrei.
An
der Aller wurden passive Probensammler für Schwermetalle (DGT
open, Ecoscope, Chemcatcher) und organische Stoffe (SPMD, Chemcatcher
NF, LDPE) demonstriert. Für DGT open und Ecoscope liegt der
Detektionsbereich z.B. im ng/L-Bereich.
Sensoren
(Biosensoren, Prüfkoffer (testkits), tragbare Messgeräte)
An
der Aller wurden ein Biosensor System und verschiedene tragbare
Messgeräte für Schwermetalle, organische Stoffe sowie
biogene Schadstoffe demonstriert.
Biosensoren
sind analytische Geräte, die eine Kombination aus einem spezifischen
biologischen Element (die eine Erkennungsreaktion verursachen) und
einem physikalischen Element (das diese Erkennugsreaktion weiterleitet)
darstellen. An der Aller wurde exemplarisch der Multi-Species Freshwater
Monitor (LIMCO
International) vorgestellt.
Testkits
und tragbare Messgeräte erlauben eine schnelle Analyse "vor
Ort" und scheinen im Rahmen der WRRL u.a. für die investigative
Überwachung von Bedeutung zu sein. An der Aller wurden ein
tragbarer UV-Spectrophotometer (PASTEL UV – SECOMAM) und eine
Multiparameter Sensor (YSI Multiparameter probe 6900) vorgeführt.
Präsentation
Sensoren [pdf, 1 MB, English]
Grundwasser
Grundsätzlich gibt es unter den neuen Instrumenten und Methoden
eine beträchtliche Anzahl, die auch oder ausschließlich
für den Grundwasserbereich einsetzbar sind. Auch solche Methoden
wurden auf dem Workshop präsentiert. Die Auswahl der an der
Aller demonstrierten Geräte war jedoch eingeschränkt und
Anwendungen im Grundwasserbereich wurden nicht vorgeführt.
Downloads:
SWIFT Operation
Manual zu den neuen Monitoringmethoden [pdf, 1.3 MB, Englisch]
Deutsche
Kurzfassung des Operation Manual [pdf, 178 KB, Deutsch]
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