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Einsatz neuer Monitoring-Methoden
im Rahmen der WRRL-Umsetzung für Deutschland

1.-2. Dezember 2005, Braunschweig

Foto by Ian Allan


Über diese Veranstaltung

Im Rahmen des EU-geförderten Projektes SWIFT-WFD (Screening methods for water data information in support of the implementation of the Water Framework Directive) werden neue Monitoring-Methoden zur Gewässerüberwachung entwickelt und getestet.

Der Begriff "neue Instrumente und Methoden" umfasst in diesem Zusammenhang auch solche, die in der wissenschaftlichen Gemeinschaft bereits bekannt sind, in der Praxis bisher aber nur vereinzelt angewendet werden bzw. aktuell entscheidend weiterentwickelt und verbessert worden sind.

Ecologic - Institut für Internationale und Europäische Umweltpolitik - bearbeitet im Rahmen des Projekts die Fallstudie für Deutschland. Darin wird die Bedeutung der neuen Monitoring-Methoden (z.B. "passive Sammler", "Sensoren") bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) anhand des Flusseinzugsgebiet der Aller analysiert und die Methoden auf ihre Funktionalität vor Ort getestet (z.B. zur Überwachung von Schwermetallen, Nährstoffen und Pestiziden).

Auf diesem Workshop wurden die neuen von SWIFT weiterentwickelten und getesteten Monitoring-Methoden demonstriert und deren Bedeutung und Einsetzbarkeit im Rahmen der Umsetzung der WRRL diskutiert. Dabei richtete sich der Workshop vor allem an Monitoring-Experten aus den verschiedenen Ebenen der Wasserverwaltung und weiteren Experten mit Interesse an Kostensenkungspotenzialen der Gewässerüberwachung (Labore, Trinkwasserversorger, Industrieunternehmen).


Demonstration neuer Monitoring-Methoden

Im Rahmen der Fallstudie an der Aller wurden neue und weiterentwickelte Monitoring-Methoden getestet, die auf Grundlage der Wasserbeschaffenheit an der Aller ausgewählt wurden. Im Rahmen des Workshops fand eine Demonstration dieser Methoden beim Einsatz vor Ort statt. Folgende Methoden wurden demonstriert:

Passive Samplers (passive Sammler)

Passive Sammler imitieren die Bioakkumulation lebender Organismen. Sie sind über einen kurzen (weniger als einen Tag) oder längeren Zeitraum (mehrere Wochen) für die Gewässerüberwachung einsetzbar. Sie erzeugen ein zeitgewichtetes Mittel der Konzentration von organischen und metallischen Schadstoffen. Solche Instrumente sind in der Regel einfach zu bedienen und nahezu wartungsfrei.

An der Aller wurden passive Probensammler für Schwermetalle (DGT open, Ecoscope, Chemcatcher) und organische Stoffe (SPMD, Chemcatcher NF, LDPE) demonstriert. Für DGT open und Ecoscope liegt der Detektionsbereich z.B. im ng/L-Bereich.

Sensoren (Biosensoren, Prüfkoffer (testkits), tragbare Messgeräte)

An der Aller wurden ein Biosensor System und verschiedene tragbare Messgeräte für Schwermetalle, organische Stoffe sowie biogene Schadstoffe demonstriert.

Biosensoren sind analytische Geräte, die eine Kombination aus einem spezifischen biologischen Element (die eine Erkennungsreaktion verursachen) und einem physikalischen Element (das diese Erkennugsreaktion weiterleitet) darstellen. An der Aller wurde exemplarisch der Multi-Species Freshwater Monitor (LIMCO International) vorgestellt.

Testkits und tragbare Messgeräte erlauben eine schnelle Analyse "vor Ort" und scheinen im Rahmen der WRRL u.a. für die investigative Überwachung von Bedeutung zu sein. An der Aller wurden ein tragbarer UV-Spectrophotometer (PASTEL UV – SECOMAM) und eine Multiparameter Sensor (YSI Multiparameter probe 6900) vorgeführt.

Präsentation Sensoren [pdf, 1 MB, English]


Grundwasser


Grundsätzlich gibt es unter den neuen Instrumenten und Methoden eine beträchtliche Anzahl, die auch oder ausschließlich für den Grundwasserbereich einsetzbar sind. Auch solche Methoden wurden auf dem Workshop präsentiert. Die Auswahl der an der Aller demonstrierten Geräte war jedoch eingeschränkt und Anwendungen im Grundwasserbereich wurden nicht vorgeführt.

Downloads:


SWIFT Operation Manual zu den neuen Monitoringmethoden [pdf, 1.3 MB, Englisch]
Deutsche Kurzfassung des Operation Manual [pdf, 178 KB, Deutsch]


 

Ecologic organisiert diese Veranstaltung im Rahmen des EU Forschungs- und Entwicklungsprojektes SWIFT-WFD und in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.


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