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Der dritte Climate Talk widmete sich einer ersten Bestandaufnahme
zur Zuteilung von CO2-Emissionsberechtigungen in Deutschland. Experten
aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten über
praktische Schwierigkeiten der Zuteilung und rechtliche Konfliktpotentiale.
Die Impulsreferate hielten Dr. Simon Marr (Deutsche Emissionshandelsstelle
- DEHSt), Dr. Jürgen Altenburg (RWE Power AG) und Peter Ebsen
(Baker & McKenzie LLP).
Simon
Marr, der den erkrankten Dr. Wolfgang Seidel vertrat, skizzierte
zunächst die Zuteilungs-Situation auf europäischer Ebene
in mengenmäßiger und rechtlicher Hinsicht. Dann erläuterte
er den Stand der Zuteilungsverfahren in Deutschland. Jürgen
Altenburg beschrieb den Zuteilungsprozess aus Sicht eines Industrieunternehmens,
wobei Schwierigkeiten bei der Datenerfassung und Antragstellung
ebenso dargestellt wurden wie Probleme mit dem gegebenen Rechtsrahmen.
Insbesondere
letzterer Aspekt wurde von Peter Ebsen aufgegriffen, welcher konkret
auf rechtliche Problemfelder und zu erwartende Prozesse einging.
Die
anschließende Diskussion verdeutlichte, dass die Einführung
des Emissionshandels für alle Seiten ein iterativer Lernprozess
war und ist. Die Praxis bringt dabei immer wieder neue Probleme
zutage und in einigen Bereichen wird erst nach Abschluss von Musterprozessen
Rechtssicherheit herbei geführt werden können. Gleichzeitig
wurde deutlich, dass mit Blick auf die Erfahrungen und Ziele die
Player der Zeitpunkt gekommen ist, um sich über die zukünftige
Strategie und Ausgestaltung des Emissions-Handels Gedanken machen
und das gegenwärtige Handeln danach auszurichten.
Im
Anschluss an die Veranstaltung wurde die Diskussion in einem nahegelegenen
Lokal angeregt weitergeführt.
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