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Am 16. Februar 2005 trat das Kyoto-Protokoll nach jahrelangem politischen
Gezerre in Kraft. Vor diesem Hintergund stellt sich der Climate
Talk die Frage, welche klimapolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen
das Kyoto-Protokoll in seiner jetzigen Form hat und welche (weiteren)
Schritte auf dem Weg zu einer "Carbon Constrained Economy" (Tony
Blair) notwendig sind. Die Impulsreferate hielten Dr. Hermann Ott
(Leiter des Berliner Büros des Wuppertal Instituts) und Dr.
Hans-Joachim Ziesing (Senior Executive des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung).
Hermann
Ott verglich den Klimaschutz mit einer Bergbesteigung, wobei das
Kyoto-Protokoll für das frühmorgendliche Aufstehen vor
dem Aufstieg stände: Das Protokoll sei für die Klimabilanz
zwar weitgehend vernachlässigbar, würde jedoch politisch
und institutionell einen Aufbruch markieren. Hermann Ott erörterte
die Möglichkeiten und Notwendigkeiten der jetzigen Klima-Politik,
insbesondere die Frage nach der Behandlung der "Post-2012-Phase"
und bzgl. der Kooperation mit den U.S.A.
Hans-Joachim
Ziesing wies insbesondere auf das Auseinanderklaffen von politischer
Zielsetzung und faktischer Emissionsreduzierung hin. Er erörterte
Möglichkeiten und Notwendigkeiten einer unabhängigen europäischen
Klimapolitik und die Bedeutung der integrierenden Betrachtung der
aufeinanderfolgenden Handelsperioden.
In
der lebhaften und kontroversen Diskussion wurden insbesondere politischen
Handlungsmöglichkeiten und Risiken diskutiert. Die Beiträge
verdeutlichten die drängende Notwendigkeit konsequenter und
integrierter Klimapolitik, innerhalb derer Kyoto nur als erster,
zaghafter Schritt zu verstehen sei. Gleichzeitig wurde die Schwierigkeit
deutlich, national und international, thematisch, diplomatisch sowie
zeitlich die richtigen nächsten Schritte folgen zu lassen.
Im
Anschluss an die Veranstaltung wurde die Diskussion in einem nahegelegenen
Lokal angeregt weitergeführt.
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