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Die
Konferenz ist Teil eines Arbeitsplans der CIS Strategic Steering
Group (angeführt von der EU Kommission, UK DEFRA und des Französischen
Wasserdirektorats) und richtet seinen Fokus auf die Verknüpfungen
zwischen der WRRL und der Landwirtschaft. Innerhalb der Konferenzreihe
ist dies die vierte Veranstaltung (London 2005, Wien 2006, Paris
2007), die sich an Interessensvertreter und politische Entscheidungsträger
aus den Bereichen Wasser und Landwirtschaft der EU-27 Mitgliedstaaten
wendet.
Hintergrund zur Konferenz
2005-2006 legte die „EU Strategic Steering Group on Agriculture
and water“ (SSG) den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten auf
die Bestimmung der Kluft zwischen der WRRL und der bestehenden GAP.
Eine erste Analyse von den beiden Politikbereichen und der landwirtschaftlichen
Belastungen und Auswirkungen auf die Gewässer wurde erstellt.
Da die Analyse aber im Vorfeld der zu erstellenden Bewirtschaftungspläne
für die Flussgebiete stattfand und die damit verbundenen Maßnahmenprogramme
noch nicht vorlagen (die bis 2008 aufgesetzt und bis 2009 umgesetzt
werden müssen) war eine beschränkte Analysefähigkeit
in der ersten Runde die Folge. Nur wenige praktische Fallbeispiele
waren dafür verfügbar, Teile dieser Analyse bleiben theoretisch.
Jetzt, ein Jahr bevor die ersten Bewirtschaftungspläne für
die Flussgebiete abgeschlossen werden müs-sen, hat sich die
Situation geändert und erste Beispiele wie die Landwirtschaft
in diesen Plänen be-handelt wird, liegen vor.
Aktuelle Problematiken wie Wasserknappheit und Dürre in Europa,
veranlassten die Kommission am 18. Juli 2007 zu einem Beschluss
Veröffentlichung einer Kommunikation. Dieser beschreibt Vorschläge
für Maßnahmen zu Wassereinsparungen, Wassereffizienz
und Landnutzung die kurzfristig in allen Bereichen, die Landwirtschaft
inbegriffen, Früchte tragen sollen.
Die EU hat die Führung in der Errichtung einer globalen Niedrig-Kohlenstoff-Wirtschaft
übernommen und verleiht somit Themen wie Klimawandel und Energie
hohe Priorität. Der Europäische Rat hat im März 2007
Beschlüsse zur Verringerung von CO2 Emissionen verabschiedet
und setzt verbindlich den Einsatz von erneuerbaren Energien in Höhe
von 20% fest, mit einem Anteil von 10% an Biokraft-stoffen beim
Benzin- und Dieselverbrauch. Land- und Forstwirtschaft können
einen wertvollen Beitrag leisten indem sie Ausgangsmaterial zur
Herstellung von Bioenergie liefern, Kohlenstoff binden und bei der
weiteren Reduzierung von Treibhausgasen helfen. Jedoch kann die
weitere Entwicklung von Biokraftstoffen auch die Qualität und
Quantität von Wasserressourcen beeinträchtigen.
Zweifelsohne hat die Verknüpfung von Landwirtschaft und Wasser
in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und es ist an der Zeit
praktische Ansätze zur Herangehensweise zu diskutieren, wie
die unterschiedlichen Anforderungen und Ziele der Gemeinsamen Agrarpolitik
und der Wasserrahmenrichtlinie erfüllt werden können.
Dies betrifft die Umweltziele der WRRL, die Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung
und der Energieversorgung, welche notwendig ist um die Auswirkungen
des Klimawandels zu mindern, sowie die Anpassung der Landwirtschaft
an den Klimawandel (eingeschlossen zunehmende Wasserknappheit und
Dürren).
Absichten
und Zielstellungen der Konferenz
Mit
dem oben beschriebenen Hintergrund stellt die Konferenz eine Plattform
dar, die unterschiedlichen Ansätze zur Erstellung eines der
ersten Bewirtschaftungspläne für Flussgebiete in Bezug
auf die Landwirtschaft zu diskutieren. Behandelt werden zum einen
allgemeine Denkansätze, zum anderen aber auch spezielle Themen
wie Wasserquotierung oder die Anwendung von Ausnahmebeständen.
Entwickelt werden gleichermaßen Wege den neuen Herausforderungen,
die der Klimawandel, die Produktion von Bioenergie und die wachsende
Wasserknappheit und Dürren birgt, entgegenzutreten. Die Veranstaltung
sollte dazu genutzt werden, die unterschiedlichen Erfahrungen und
Lehren aus verschiedenen Ansätzen zu betrachten.
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